Gesundheit, Rehabilitation und Pflege

Unsere Themen

Gesundheit, Rehabilitation und Pflege

Menschen mit Behinderung sind in einem hohen Maße und ohne Alternative auf Pflege und Leistungen des Gesundheitswesens angewiesen. Zugangsbarrieren zu Gesundheitsleistungen treffen sie besonders hart. Pflege und Rehabilitation müssen sich an der Lebenswirklichkeit und den Teilhabezielen der Menschen orientieren.

Bundestag

Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG)

Viele Menschen mit Behinderung sind auf eine qualitativ gute Heil- und Hilfsmittelversorgung zwingend angewiesen. Bisher erhielten Versicherte jedoch oftmals nur durch eigene Zuzahlungen Zugang zu einer passenden und notwendigen Versorgung. Dies lag vor allem daran, dass die Hilfsmittelversorgung durch Ausschreibungen erfolgte, die im Wesentlichen dem Diktat des niedrigsten Preises folgten. Das HHVG legt im Gegensatz zur aktuellen Praxis fest, dass Ausschreibungen sich nicht allein am Preis orientieren dürfen, sondern die Qualität der Hilfsmittel zwingend zu berücksichtigen ist.

Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung
Rollstuhl

Krankenhausaufenthalt

Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen im Krankenhaus

Wenn Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen ins Krankenhaus müssen, bedeutet dies für alle Beteiligten – insbesondere den Menschen mit Behinderung – eine große Herausforderung. Damit aus der Herausforderung keine Überforderung wird, ist es wichtig, die Zeit vor und während des Krankenhausaufenthaltes gut vorzubereiten bzw. aktiv zu begleiten.

Die Fachverbände – dazu gehört auch der bvkm – haben mit den Krankenhausgesellschaften eine Checkliste zur Kooperation von Einrichtungen der Behindertenhilfe mit Krankenhäusern vereinbart. Diese sog. „Liste von Gesichtspunkten für Abstimmung und Absprachen“ soll den Verantwortlichen in den Diensten und Einrichtungen der Eingliederungshilfe eine inhaltliche Orientierung geben,

Pflegereform

Kurzübersicht zu Neuregelungen für Pflegebedürftige ab 2017

Zum 1. Januar 2017  wurde der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff im Recht der Sozialen Pflegeversicherung (SGB XI) eingeführt. Statt der bisherigen drei Pflegestufen gibt es nun fünf Pflegegrade. Das Begutachtungssystem, nach dem der Grad der Pflegebedürftigkeit ermittelt wird, wurde dazu auf eine neue Grundlage gestellt.

Die wesentlichen Änderungen des PSG II finden Sie im Überblick.

Pflege

Pflegeversicherung/BTHG

Bundesregierung sucht neuen Anknüpfungspunkt für den Ausschluss behinderter Menschen von den vollen Leistungen der Pflegeversicherung

Die Leistungen der Pflegeversicherung sind für Menschen mit Behinderung in stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe auf den Pauschalbetrag von 266 € begrenzt. Die Bundesregierung und die Regierungsparteien im Bundestag sind nicht dazu zu bewegen, den Zugang zu den vollständigen Leistungen der Pflegeversicherung für alle Menschen unabhängig von ihrem Lebensmittelpunkt zu ermöglichen, da dies 1,5 Mrd. € kostet und eine Beitragserhöhung nach sich ziehen würde.
Wenn sich nach Inkrafttreten des BTHG die Leistungsformen ambulant, teilstationär und stationär auflösen, entfällt der heutige Anknüpfungspunkt an den Ausschluss von Pflegeversicherungsleistungen. Gesucht wird also eine Alternative.

Lesen Sie hier den kompletten Beitrag

Fragen an unsere Mitgliedsorganisationen:

 

1. In welchem Umfang bieten Sie ambulante Wohnangebote an, die unter das WBVG fallen?

2. Wie viele ambulante Wohnangebote haben auf die Kopplung von Miet- und Betreuungsvertrag verzichtet und bieten voneinander unabhängige Verträge an?

3. Wenn Ihre Wohnangebote unter das WBVG fallen, ist es für Sie denkbar, zukünftig auch andere vertragliche Regelungen zu vereinbaren?

Bitte schreiben Sie uns.

Veröffentlichung

ICF Checklisten „Kinder und Jugendliche“

für die Praxis aufbereitet

Mit der Veröffentlichung der ICF Kinder und Jugendliche und der inzwischen von der Weltgesundheitsorganisation autorisierten deutschen Übersetzung entstand der Wunsch, die ICF CY auch praktisch im Alltag verschiedener Institutionen einsetzen zu können. Hinderlich dafür ist die Komplexität und der Umfang der Originalversion. Eine Arbeitsgruppe einschlägiger Fachgesellschaften und Verbände hat es sich zur Aufgabe gemacht, die ICF CY nach der Relevanz für bestimmte Altersgruppen (0-3, 3-6, 6-12, 12-18 Jahre) zu gliedern und damit handhabbarer zu machen.Die Listen sollen die Anwendung der ICF CY in der Praxis erleichtern und die Widerstände, die durch die Komplexität der ICF in den Institutionen zu beobachten ist, überwinden helfen. Der bvkm hatte die Organisation des Arbeitskreise übernommen, die die Checklisten erarbeitet hat. Er war auch inhaltlich an der Erarbeitung beteiligt und wird sich an der Fortbildung im Zusammenhang mit der Anwendung der ICF CY beteiligen.