Schutz- und Persönlichkeitsrechte

Familie im Garten

Unsere Themen

Schutz- und Persönlichkeitsrechte

Am Anfang stehen der Schutz und das uneingeschränkte Recht auf Leben. Die Persönlichkeitsrechte müssen unabhängig von der Schwere der Behinderung ggf. mit Assistenz gewahrt werden. Dazu ist ein offenes zugewandtes gesellschaftliches Klima sehr wichtig. Von einschränkenden Eingriffen, die nur dem Schutz von Menschen mit Behinderung zulässig sind, darf nur nachrangig Gebrauch gemacht werden.

Stiftung

Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ errichtet

Nach langwierigen Verhandlungen hat das Bundeskabinett am 9.November 2016 die Errichtung der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ beschlossen. Mit ihr erhalten seit dem 1. Januar 2017 auch jene Menschen Hilfen, die als Kinder oder Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland oder von 1949 bis 1990 in der ehemaligen DDR in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Psychiatrie Unrecht und Leid erfahren haben. Ausführliche Informationen finden Sie auf der Website der Stiftung Anerkennung und Hilfe.

Pränataldiagnostik

Keine Aufnahme weiterer selektiver Untersuchungen in die Regelversorgung!

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im August 2016 das Methodenbewertungsverfahren zur Einführung von nicht-invasiven pränatalen Tests (NIPT) auf die Trisomien 13, 18 und 21 in die reguläre Schwangerenversorgung eingeleitet.

Die zur Diskussion stehenden NIPT auf die Trisomien 13, 18 und 21 bewirken keine Verbesserung der medizinischen Versorgung der Schwangeren oder des werdenden Kindes.

Die unterzeichnenden 20 Gruppen und Organisationen, darunter auch der bvkm, wenden sich  gegen die weitere Normalisierung selektiver Pränataldiagnostik und fordern eine andere Art der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um Schwangerenvorsorge und Behindertenfeindlichkeit.

Stellungnahme 14.2.2017

Forschungsbericht

Leid und Unrecht

Das BMAS legt eine Studie vor zur Ermittlung der Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die in den Jahren 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland sowie in den Jahren 1949 bis 1990 in der Deutschen Demokratischen Republik in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben.

„Es ist unerträglich und empörend, dass der Fonds zur Anerkennung von Leid und Unrecht in Einrichtungen der Behindertenhilfe bisher an den letzten 1.000 € scheiterte und den Betroffenen die Zeit zerrinnt.“ (NMF)

Forschungsbericht Leid und Unrecht

Kurzbeschreibung

Zur Vorbereitung eines Hilfesystems für Menschen, die als Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw.  Psychiatrie in der Zeit von 1949 bis 1975 in der BRD sowie in der Zeit von 1949 bis 1990 in der DDR Leid und Unrecht erfahren haben, wurden anhand von staatlichen Statistiken, Erhebungen und Berichten der Träger der Freien Wohlfahrtspflege, fachspezifischen Querschnittserhebungen und Forschungsbefunden Schätzungen vorgenommen. Angesichts der häufig nicht ausreichend auf die Altersgruppen der Minderjährigen bezogenen Angaben waren Hochrechnungen und Anteilsberechnungen erforderlich. Unter Beachtung möglicher Mehrfach- und Doppelaufnahmen in beide

Schwanger

Toiletten für alle

Die Münchner Stiftung Leben pur setzt sich in einem bundesweiten Projekt für mehr „Toiletten für alle“ ein. Ziel ist es, dass viele Standorte die Idee ebenfalls umsetzen, um flächendeckend ein Grundbedürfnis erfüllen zu können. Auch unser Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg schafft eine Reihe von barrierefreien Toiletten im benachbarten Bundesland.

„Toiletten für alle“ bieten viel Bewegungsfläche und haben vor allem auch einen Wickeltisch für Erwachsene. „Müssen müssen“ ist ein Riesenproblem für viele unserer Mitgliedsfamilien. Jetzt hat die Stiftung Videoclips präsentiert, die für das wichtige Anliegen sensibilisieren.