Seminar: Somatischer Dialog


12. November
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12. November
Hamburg
Für Eltern // Angehörige, Fachkräfte
Informationsangebote
Beginn: 12. November 2021 um 10:00 Uhr
Ende: 12. November 2021 um 17:30 Uhr

Beschreibung

Die Gestaltung der Beziehung zu Menschen mit schweren Behinderungen ist keine leichte Aufgabe. Wir müssen uns auf Kommunikationsformen einlassen, die uns nicht vertraut sind. Viele Botschaften erhalten wir auf nonverbaler Ebene, dabei ist der Körper immer in vielschichtiger Weise beteiligt.
Bei Kontaktangeboten erleben wir häufig Reaktionen wie Schreien, Beißen oder vollständige Verweigerung. Diese Verhaltensweisen verunsichern uns und machen uns hilflos. Wir fühlen uns zurückgewiesen, provoziert und sind emotional oder tatsächlich verletzt. Das hat Auswirkungen auf die Erwartung, mit der wir diesen Menschen begegnen und beeinflusst unbewusst unsere Haltung und Einstellung ihnen gegenüber. Oft entstehen Krisensituationen durch Missverständnisse welche nur schwer oder nicht zu lösen sind. Die herausfordernden Verhaltensweisen entsprechen in vielfältiger Art frühen Kommunikationsformen, die wir bei Säuglingen und Kleinkindern beobachten können. Eine Betrachtung aus diesem Blickwinkel lässt Verständnis wachsen und zeigt Wege auf, wie wir sie beantworten können. Ein wesentliches Element dabei ist die Begegnung über den Körper, wie sie bei kleinen Kindern selbstverständlich ist.

Anhand von Beispielen aus der Praxis soll verdeutlicht werden, wie das veränderte Verständnis die Kontaktaufnahme beeinflusst und zu einem Dialog über den Körper führen kann. Wenn sich der behinderte Mensch auf dieser grundlegenden, basalen Ebene verstanden fühlt, muss er keinen Ausweg mehr durch abwehrendes Verhalten suchen. Er wird offen für behutsame, neue Begegnungen die eine Beziehung wachsen lassen können.
In diesem Seminar geht es darum, ein Verständnis für herausforderndes Verhalten zu entwickeln und Methoden des Umgangs mit diesem Verhalten durch Selbsterfahrungsübungen kennen zu lernen. Mit Videoaufnahmen aus der Praxis werden Möglichkeiten dargestellt, auf welche Weise mit körpernahen Angeboten nach dem Konzept der Basalen Stimulation auf diese besonderen Verhaltensweisen reagiert werden kann. Fallbeispiele aus der eigenen Arbeit sind sehr willkommen zur praxisnahen Erläuterung und Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten.

Ansprechpartner

Einrichtung: Stiftung Leben pur
Ansprechpartner: Mia Radtke
Telefon: 089 35748120

Anfahrt

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