Stärkung der Kurzzeitpflege und Einführung eines flexiblen Entlastungsbudgets – Positionspapier des bvkm

Mütter behinderter Kinder sind gerade jetzt in Zeiten von Corona besonders gefordert. Während überall im Land langsam Lockerungen für Schulen und Kindergärten in Kraft treten, bleiben viele Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, wie z.B. Förderschulen und Werkstätten weiterhin geschlossen. Familien mit Risikokindern müssen ihre Kinder voraussichtlich auf längere Dauer noch mehr als unter normalen Umständen betreuen. Auszeiten von der Pflege sind derzeit völlig unmöglich, weil Kurzzeitpflegeeinrichtungen ebenfalls coronabedingt geschlossen sind und auch andere Entlastungsmöglichkeiten aufgrund der bestehenden Kontaktbeschränkungen nicht in Betracht kommen. Auch jenseits von Corona ist es um die Kurzzeitpflege für Menschen mit Behinderung und die Entlastung pflegender Eltern schlecht bestellt. In seinem Positionspapier nimmt der bvkm deshalb Bezug auf die im Koalitionsvertrag angekündigten Reformvorhaben und fordert den Gesetzgeber auf, die Kurzzeitpflege zu stärken und ein flexibles Entlastungsbudget einzuführen.

Der Pflegebevollmächtigte nimmt den Hinweis im Positionspapier des bvkm ernst, den Fokus der Langzeitpflege bei seinen Papieren nicht nur auf ältere oder hochbetagte Menschen einzuengen. In seinem Antwortschreiben an den bvkm vom 18. Mai 2020 kündigt er an, sich möglichst noch in diesem Jahr der Situation pflegebedürftiger Kinder und deren besonderen Bedürfnissen stärker zuzuwenden.

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