Behinderte Menschen und ihre Familien

Menschen mit Behinderung haben ein Recht darauf, in Würde und Selbstbestimmung am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Teilhabe bedeutet nicht die kritiklose Übernahme der Normen nichtbehinderter Menschen.

Ziel des Bundesverbandes ist es, die Lebensbedingungen so zu gestalten, dass Menschen mit Behinderung und ihre Familien ein möglichst selbstständiges Leben nach ihren eigenen Vorstellungen führen können.

Unsere Gesellschaft

Spekulationen um das Lebensrecht von Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung treten wir mit allen Mitteln entgegen. Wir sehen unsere Verantwortung für die Menschen, die sich selbst am wenigsten gegen eine Beurteilung ihres Lebenswerts wehren können.

Teilhabe erfordert die rechtliche Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, Schutz vor Diskriminierung, eine für alle nützliche barrierefreie Umwelt und den Zugang zu sämtlichen Lebensbereichen nichtbehinderter Menschen.

Menschen im Bundesverband

Im Mittelpunkt der Arbeit des Bundesverbandes und seiner Mitgliedsorganisationen stehen alle Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung und ihre Familien.

Zu uns gehören Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung, die ein Leben lang auf Begleitung, Pflege und Zuwendung angewiesen sind, sowie Menschen mit Behinderung, deren Leben sich kaum von dem nichtbehinderter Menschen unterscheidet.

Unsere Geschichte

  • Gründung des Bundesverbandes in Hamburg am 9.10.1959 als „Verband Deutscher Vereine zur Förderung und Betreuung spastisch gelähmter Kinder“

    1959
  • Gründung der Aktion Sorgenkind

    1964
  • Bundesverband, Lebenshilfe und Conterganhilfswerk gründen die BAG-Hilfe für Behinderte (heute „BAG-Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen“)

    1965
  • 1. Namensänderung: „Bundesverband für spastisch Gelähmte und andere Körperbehinderte e.V.“

    1969
  • Erste Ausgabe der Zeitschrift DAS BAND

    1970
  • Der Bundesausschuss (Ländervertretung des Bundesverbandes) tritt erstmals zusammen

    1972
  • In den Ortsvereinen gründen sich Jugendgruppen und Clubs // Brigitte Mattil, Geschäftsführerin (1973-1976)

    1973
  • Die bvkm-Geschäftsstelle beschäftigt 9 Mitarbeiterinnen und einen Zivi // Aus den – zur Olympiade 1972 – gestifteten „Coca-Cola-Häusern“ wird die Ferienstätte Wendeberg

    1974
  • Jahrestreffen vom Jugend- und Clubbeirat unter dem Titel „Behindern wir uns selbst“

    1975
  • 40 Sportlerinnen des bvkm holen 66 Medaillen bei den Internat. Spastiker-Sportspielen in Frankreich // H. Haasler, Geschäftsführer (1976 bis 1985)

    1976
  • Erste Übungsleiterausbildung für CP-Sport // Hans Müller (Schwalbach), Vorsitzender (1977-1978)

    1977
  • Die Jugendgruppen fordern vom Elternverband Einfluss und Selbstständigkeit // Dr. hc. Günter Dörr (Köln), Vorsitzender (1978 bis 1998)

    1978
  • Kongress „Integration: Wunsch oder Wirklichkeit?“ zum 20-jährigen Bestehen des bvkm in der Kongresshalle Berlin // zwei Wochen später stürzt die Kongresshalle ein

    1979
  • Erste BLISS-Seminare mit A. Benning und H. Frey // bvkm-Tagung „Behinderte Kinder mit begrenzter Lebenserwartung“

    1980
  • 1. Nationale Spastiker-Sportspiele in Meerbusch bei Düsseldorf // Internat. Jahr der Behinderten: Aktivist Franz Christoph schlägt den Bundespräsidenten Carstens mit einer Krücke

    1981
  • bvkm veröffentlicht Konzept zur Absicherung des Lebensrisikos Pflegebedürftigkeit

    1982
  • bvkm gibt „MCD-Schrift“ und „Die frühkindliche Bewegungsentwicklung“ heraus

    1983
  • Kongress zum 25. Jubiläum in Düsseldorf: „Miteinander neue Wege finden“; Schirmherr: Bundespräsident R. von Weizsäcker, Festredner: Johannes Rau

    1984
  • Hans Herbert Dreiske, Geschäftsführer (1985 bis 1986)

    1985
  • Norbert Müller-Fehling, Geschäftsführer (1986 bis heute) // Vorstellungen des bvkm zur humanen und solidarischen Behindertenpolitik veröffentlicht

    1986
  • Tagung in Lahnstein: „Kommunikation und Sprache körperbehinderter Kinder“ mit 400 TeilnehmerInnen

    1987
  • 1. Alternativer Werkstättentag in Köln // 1. Tagung des bvkm zur Situation alter Menschen mit Behinderung

    1988
  • Kongress zum 30. Jubiläum des bvkm in Düsseldorf „Selbstbestimmtes Leben“; Matinee mit H.D. Hüsch, J. Schmude und F. Christoph: „Eingriffe – Angriffe“ // Mauerfall in Berlin

    1989
  • bvkm schickt Hilfsmittel und Rollstühle in die DDR, Motto: Gebraucht hilft auch“

    1990
  • DAS BAND erhält ein anderes Format und wird farbig // Der bvkm-Eigenverlag „verlag selbstbestimmtes leben“ gibt sein erstes Buch heraus

    1991
  • 2. Namensänderung: „Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e. V.“ // 1. Kölner Fachtagung zur „Unterstützen Kommunikation“

    1992
  • Die Landesverbände Sachsen und Thüringen gründen sich // Änderung des GG: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“

    1993
  • „Woanders arbeiten“ in Hamburg legt Grundstein für die Unterstützte Beschäftigung in Deutschland // Veranstaltung „Familie konkret“ in Berlins neuer Kongresshalle; Otto Sander liest Familiengeschichten

    1994
  • „Der Verband im Querformat“ erscheint // Kooperation der Zeitschriften DAS BAND und „zusammen:“ // bvkm erhält erstmals das Spendensiegel des DZI

    1995
  • Tagung in Neuwied „Kinder mit cerebralen Bewegungsstörungen“ (Hans Mohl moderiert Podiumsdiskussion) // Tagung „Bildung ein Grundrecht für alle“ mit Otto Speck und Walther Dreher in Hamburg

    1996
  • Projekt „Mittendrin – Lebenswelten behinderter Mädchen“ // Urteile: BVerfG weist Unterrichtsanspruch in der Regelschule zurück und bewilligt Schadensersatz nach fehlerhafter genetischer Beratung // Das OLG Köln verbietet Menschen mit Behinderung in Wohngruppen die Gartenbenutzung

    1997
  • Kasseler Tagung „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Gegen den Zugriff der Bioethik auf das Leben“ // Andreas Schultheiß (Hamburg), Vorsitzender (1998 bis 1999) // 1. Mädchenkonferenz in Würzburg // LV Hessen übernimmt Ferienstätte Wendeberg

    1998
  • Arbeitsstelle Pränataldiagnostik (1999 bis 2004) // Gründung des Deutschen Behindertenrates // Günter Dörr erhält die Ehrendoktorwürde der Universität Koblenz/Landau // bvkm entwickelt Konzept für den Freiwilligendienst

    1999
  • Aribert Reimann (Tarp), Vorsitzender (2000 bis 2010) // Aktion Sorgenkind wird Aktion Mensch // 1. Deutsche Weltausstellung „EXPO 2000“ in Hannover eröffnet

    2000
  • SGBIX tritt in Kraft: Von der Fürsorge zur Teilhabe und Selbstbestimmung // bvkm formuliert Eckpunkte zum Persönlichen Budget

    2001
  • Gemeinsame „Empfehlung zur Komplexleistung Frühförderung“ scheitert // bvkm ist Mitbegründer vom „Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW) // Behindertengleichstellungsgesetz tritt in Kraft

    2002
  • Tagung „Zukunft der Eingliederungshilfe“ (Berlin) // Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderung // Frühförderungsverordnung tritt in Kraft (es ändert sich jedoch nichts)

    2003
  • bvkm wird 5. Fachverband der „Kontaktgesprächsverbände“ // bvkm vertritt die Interessen behinderter Kinder im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)

    2004
  • „ICH BIN WIR“ Initiative zur Stärkung der Selbsthilfe (2005 bis 2007) // Verbandsklage des bvkm für barrierefreien Gleiszugang (Oberkochem) scheitert vor dem BVerwG

    2005
  • 1. Selbsthilfepreis des Bundesverbandes in Stuttgart verliehen // Aufnahme der Mitglieder des Bundesverbandes FortSchritt e. V. // 3. Alternativer Werkstättentag in Köln

    2006
  • Schreibwettbewerb „Glück kann man teilen. Sorgen auch“ und Start des Genderprojektes „Frauen sind anders. Männer auch“ // bvkm schließt Rußpartikelfiltervereinbarung ab

    2007
  • 3. Namensänderung „Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e. V.“ // Aufnahme der 250. Mitgliedsorganisation // bvkm regelt die Auszeichnung verdienter Persönlichkeiten

    2008
  • 50 Jahre bvkm mit großer Jubiläumsveranstaltung in Berlin // 2. Selbsthilfepreis des Bundesverbandes

    2009
  • Helga Kiel wird Vorsitzende // Abschlussveranstaltung „Frauen sind anders.Männer auch“ im Tanzbrunnen in Köln // „Mein Kind ist behindert, diese Hilfen gibt es“ erscheint in türkischer Sprache

    2010
  • Veröffentlichung des Hörbuchs „Mehr vom Leben“ mit vielen prominenten SprecherInnen // 1. Sozialpolitischer Fachtag des bvkm in Frankfurt // Die 1. Ehrennadel des bvkm wird an Prof. Dr. Andreas Fröhlich verliehen

    2011
  • bvkm veranstaltet Kongress „Weiterdenken: Zukunftsplanung“ in Berlin // Aktionsplan des bvkm zur Umsetzung der UN-BRK wird vorgestellt // Verankerung der „Frauen mit besonderen Herausforderungen“ durch die Vertretungsstrukturen in der Satzung des bvkm

    2012
  • „Frauen mit besonderen Herausforderungen“ // 20. Deutschen CP-Sportspiele finden in Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule in Köln statt // 10. Deutsche Boccia Meisterschaften in Neuried bei München

    2013
  • Fachtagung „Schülerinnen und Schüler mit hohem Unterstützungsbedarf und ihr Platz in einer inklusiven Schullandschaft“ in Weimar // Die Bundesregierung bringt Bundesteilhabegesetz auf den Weg // Abschluss des Projektes „Wiedereinstieg mit besonderen Herausforderungen“ // MV und Vorstandswahlen in Dresden

    2014
  • 9. Mädchenkonferenz in München // 1. Inklusives „Spiel- und Sportfest“ des bvkm in Köln löst CP-Sportspiele ab// Das Projekt: „Der Rechtsweg ist nicht ausgeschlossen“ startet

    2015
  • Mitgliederversammlung in Würzburg // Verabschiedung von Vorstandsmitglied Heinrich Fehling nach 30 Jahren // Würzburger Erklärung zum BTHG // Bundestag verabschiedet das BTHG am 1. Dezember

    2016
  • Wettbewerb „…läuft bei uns! Ideen für eine inklusive Kinder- und Jugendarbeit“ erfolgreich abgeschlossen // Frauenkonferenz zum Muttertag in Kempten // Große EUTB-Tagung von bvkm und BSK in Berlin

    2017
  • Der bvkm bekommt eine neue Geschäftsführung // Natalie Tauchert tritt die Nachfolge von Norbert Müller-Fehling an

    2018
Über uns

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»DAS BAND« setzt sich viermal jährlich auf 40 Seiten mit Themen auseinander, die in der Diskussion stehen oder für Menschen mit Behinderung und ihre Familien von besonderer Bedeutung sind.

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Der BVKM erhält seit vielen Jahren das DZI-Spendensiegel

Der bvkm wird durch die GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene, vdek, AOK-Bundesverband, BKK Dachverband, IKK, Knappschaft & Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau gefördert.