Unsere Themen

Teilhabe am Arbeitsleben

Arbeit und Beschäftigung sind für alle Menschen wesentliche Bestandteile für eine selbstbestimmte und gesellschaftliche Teilhabe. Sie helfen die individuelle Handlungsfähigkeit zu entwickeln und Befriedigung aus produktiver Tätigkeit zu empfinden. Niemand darf wegen seiner Behinderung davon ausgeschlossen werden.

bvkm Projekt

„Tandemqualifikation zur Durchführung von Bildungsmaßnahmen für Werkstatträte“

Der bvkm hat ein neues Projekt gestartet: Mit der „Tandemqualifikation zur Durchführung von Bildungsmaßnahmen für Werkstatträte“ soll auch zukünftig der Bedarf an fachlich qualifizierten und unabhängigen Fortbildungen für Werkstatträte gedeckt werden.

Die Ausbildung besteht aus:

a) Ausbildung zum Referenten / zur Referentin für Werkstatträtefortbildungen
Geplant ist die systematische Ausbildung von Referenten und Referentinnen für die selbstständige Leitung von Fortbildungen für Werkstatträte. Angesprochen werden dabei insbesondere Absolventinnen und Absolventen von Fachrichtungen wie Rehabilitationswissenschaften, Erziehungswissenschaften, Pädagogik, Sozialpädagogik und Psychologie aus Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulen.

b) Ausbildung von Werkstatträten zum Ko-Referenten / zur Ko-Referentin
Parallel dazu sollen Menschen mit Behinderung, die in einem Werkstattrat tätig sind, dazu qualifiziert werden, in ihrer Eigenschaft als „Experten/Expertinnen in eigener Sache“ als Ko-Referenten bzw. Ko-Referentinnen bei den Fortbildungen mitzuwirken.

Ziel ist es, dass Fortbildungen für Werkstatträte zukünftig gemeinsam von Fachreferenten und Ko-Referenten durchgeführt werden.

Das Projekt läuft bis Juni 2019.

Kontakt: Reinhard Jankuhn (Projektleitung), Tel. 0211-64 00 4-13, E-Mail: reinhard.jankuhn@bvkm.de

Gefördert wird das Projekt aus Mitteln der Aktion Mensch

Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm) führt seit 1996 mit großem Erfolg Fortbildungen für Werkstatträte und ihre Vertrauenspersonen durch. Die Bildungsangebote zeichnen sich durch Einrichtungsunabhängigkeit, Parteilichkeit für die Interessen der Werkstattbeschäftigten und einen hohen Praxisbezug aus.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ausführliche schriftliche Materialien zu den in den Seminaren behandelten Themen in für sie verständlicher Form. Die Ergebnisse der Fortbildungen werden auf einer CD dokumentiert, die allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen im Anschluss an die Fortbildungen zur Verfügung gestellt wird.

Fachtag

„Die Freiheit, woanders zu arbeiten“

Das Bundesteilhabegesetz und seine Auswirkungen in der Praxis

Erfolgreiche Verstaltung am 24. November 2017 in Hamburg

Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. hatte am 24. November 2017 Menschen mit Behinderung, Eltern und Fachkräfte zu einem Fachtag nach Hamburg eingeladen. Die Veranstaltung bot eine Einführung in die neuen gesetzlichen Möglichkeiten beruflicher Teilhabe sowie  Workshops zu den möglichen Auswirkungen der neuen Gesetzeslage auf die Praxis. Mit dem Bundesteilhabegesetz verbessern sich die Chancen für junge Menschen mit Behinderung, einen Arbeitsplatz außerhalb der Werkstatt zu finden. Ab dem 1.1.2018 lässt das Gesetz neben den anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen auch andere Anbieter zu, die Qualifizierungs- und Arbeitsmöglichkeiten für werkstattberechtigte Personen schaffen sollen.

Das können kleine Spezialwerkstätten sein, Betriebsabteilungen in Unternehmen oder Einzelarbeitsplätze, etwa in Kindergärten, Altenheimen, Supermärkten oder Büros. Damit wird der Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert und die Wahlmöglichkeit von Berufsfeldern ausgeweitet. Während ein junger Mensch in einer Werkstatt auf das Arbeitsangebot dieses Betriebes angewiesen ist, sind seine Berufsmöglichkeiten außerhalb der Werkstatt nahezu unbegrenzt. Die Tagung stellte Möglichkeiten der Umsetzung der neuen Rechtslage vor, aber auch die Antwort der Werkstätten, die ihr Angebot ebenfalls in Richtung eines Zugangs zum Arbeitsmarkt öffnen.

Gemeinsame Kampagne von Verbänden und der Aktion Mensch

Arbeit möglich machen!

Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf werden auch heute noch in erster Linie über ihre Hilfsbedürftigkeit wahrgenommen. Aufgrund ihrer Behinderung werden ihnen häufig das Recht und die Fähigkeit zur beruflichen Bildung und Teilhabe am Arbeitsleben abgesprochen. Mit der gemeinsamen Filmkampagne der Verbände und der Aktion Mensch zum Thema Arbeit für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf wird gezeigt, dass arbeitsweltbezogene Bildung und Teilhabe am Arbeitsleben auch für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf möglich ist. In drei Filmen werden insgesamt neun Beispiele aus der Praxis vorgestellt. Wir freuen uns besonders, dass unter den prämierten Clips auch Beispiele von „Feinwerk“ und „Auf Achse“ unserer Mitgliedsorganisation Leben mit Behinderung Hamburg e.V. zu sehen sind.

Material zum Thema

Filme aus der Praxis

Im Rahmen der gemeinsamen Initiative „Arbeit möglich machen!“ von Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege, Fachverbänden für Menschen mit Behinderungen und der Aktion Mensch wurde 2014 ein Flyer  – auch in leichter Sprache – entwickelt. Die Filmspots zu vorbildhaften Projekten aus dem Bereich Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf sehen Sie hier:

Film 1: Lernen für die Arbeitswelt

Film 2: Eigene Stärken einbringen

Film 3: Gesellschaft mitgestalten

Haben Sie schon Arbeit geschaffen?

Mit den Filmen soll das Thema stärker in den Fokus der Fachöffentlichkeit gerückt werden. Und es sollen Impulse zur Etablierung bzw. konzeptionellen Weiterentwicklung von Bildungs- und Arbeitsangeboten für diesen Personenkreis gesetzt werden. Die Filme sind frei zugänglich und können für Veranstaltungen und Weiterbildungen genutzt werden. Nutzen Sie sie!

Der BVKM erhält seit vielen Jahren das DZI-Spendensiegel

Der bvkm wird durch die GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene, vdek, AOK-Bundesverband, BKK Dachverband, IKK, Knappschaft & Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau gefördert.