Mitarbeitende in der Assistenz und Pflege von Menschen sog. geistigen und komplexen Behinderungen sind häufig mit ethischen Dilemmata konfrontiert, insbesondere wenn sich die Wünsche von Bewohner:innen in Wohnformen nicht mit der eigenen Vorstellung von dem, was richtig und gut wäre, vereinbaren lassen.
Auch im Fall einer schweren Krankheit stehen sie gemeinsam mit Personen in der rechtlichen Betreuung vor der Frage, welche Maßnahme bei einer fehlenden Einwilligungsfähigkeit durchgeführt oder auch gelassen werden soll.
Das SEHER-Modell entstammt dem 7 Schritte Dialog von Dr. theol. Ruth Baumann-Hölzle aus der Schweiz und wurde für Mitarbeitende und Personen in der gesetzlichen Betreuung der Behindertenhilfe modifiziert. Das Modell hilft moralische Problemstellungen sorgfältig zu erfassen und zu bearbeiten, um gemeinsam mit allen Beteiligten, bestmöglich nach dem Willen der Person zu entscheiden. Es zeichnet sich durch einen strukturierten Ablauf und im Endergebnis einem konkreten Handlungsplan aus.
Modul 1: 19.3.2027, 9.00 – 13.00 Uhr
• Einführung in die Grundlagen der Ethik
• Willenserfassung, mutmaßlicher Wille, Einwilligungsfähigkeit
• Einführung in den ersten Schritt des SEHER-Modells
• Formulieren von ethischen Dilemmata in der eigenen Praxis
Eigenarbeit: Erarbeitung des ersten und zweiten Schrittes in der Praxis (einzuplanen: 2-3 Stunden)
Modul 2: 30.04.2027, 9.00 – 16.30 Uhr: Einführung in die Schritte des SEHER-Modells und gemeinsame Durchführung eines ethischen Fallgespräches
Eigenarbeit: Umsetzung des SEHER-Modells in der Praxis (einzuplanen 5-6 Stunden)
Modul 3: 25.06.2027, 09.00 bis 13.00 Uhr: Kollegiale Beratung – Reflexion der eigenen Umsetzung
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